Green Hill Toons Motiv 42

Beschreibung:

WAGNERS WUNDERBARE QUELLEN DER INSPIRATION…

Motiv Nr. 42

Manchmal kommt man bei Wagners Opern nicht umhin, daran zu denken, dass die Stelle auch aus einem Märchen der Gebrüder Grimm stammen könnte. – Nun, ganz so abwegig ist das Ganze nicht. Auf dem Kartenmotiv sind Beispiele zu erkennen, die dafür in Frage kommen.
So steht „Dornröschen“ für die Szene in Siegfried, wo der (jeweilige) Held die Dame mit einem Kuss aus dem Schlaf erweckt. Dabei sind anstelle der Rosen die Flammen der Waberlohe getreten.
Aus dem „gestiefelten Kater“ stammt der Vergleich zu der Begegnung vom Kater mit dem bösen Zauberer und Loge, der Alberich in gleicher Weise herausfordert um sich zunächst ganz groß zu verwandeln und gleich darauf ganz klein, um diesen zu überwältigen.
Die beiden Riesen Fasolt und Fafner wurden aus dem „tapferen Schneiderlein“ entliehen. Auch hier gehen die beiden Riesen auf einander los. Klar, das Schneiderlein selbst kommt in „Rheingold“ nicht vor.
Rotkäppchen und Tarnkäppchen stehen hier nur für ein Wortspiel. Wer weiß, vielleicht hegte auch Wagner solche Gedanken?
Aus den 7 Raben wurden fünf gestrichen, so dass nur noch Wotans Raben Hugin und Munin übrig blieben.
Nun könnte man augenzwinkernd diverse Details aus „Aschenputtel“ auf „Parsifal“ und „Meistersinger von Nürnberg“ übertragen. Die Taube (n) als Gralstaube und Hans Sachs, wie er Eva den Schuh anprobiert, der hinten und vorne drückt…
Aus den „7 Zwergen“ blieben nur die beiden Nibelungen „Alberich“ und „Mime“ übrig. Mime versucht dann Siegfried, das Fürchten zu lehren, – natürlich ohne Erfolg. Ganz wie im Märchen „von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“.
Überliefert ist, dass „Frau Holle“ wirklich ihren Ursprung in „Holda“, einer germanischen Göttin hat, oder eben auch besser als „Freia“ wie wir sie aus „Rheingold“ kennen. Manchmal wird sie übrigens auch als „Iduna“ betitelt.
„Brüderchen und Schwesterchen“ könnte man am Anfang der Oper „Walküre“ wieder finden. Brüderchen dürstet sehr (Ein Quell! Ein Quell!). Siegmund verwandelt sich dann zwar nicht in ein Reh, aber zum Schluss müssen beide vor Hundung fliehen, was man mit der Flucht vor der Hexe gleichsetzen kann.
Genauso wie bei „Rumpelstilzchen“ ist zunächst auch nicht der Name von „Lohengrin“ bekannt. Beides sind Geheimnisse um Namen, die, wenn sie denn genannt werden, zu einer bestimmten Konsequenz führen werden.
Das „Hässliche Entlein“ schließlich entpuppt sich nur wenig später dann als stolzer Schwan von Lohengrin. Fast der Verwandlung gleich, wo sich der Schwan dann wieder in Gottfried, Elsas Bruder zurückverwandelt.

Solche Gedanken könnte der Meister bei der Lektüre von „Grimms Märchen“ gehabt haben und sie dann für seine Opern, mehr oder weniger, notiert und dann verwendet haben. Jedenfalls zeigt das Motiv einen gut gelaunten Richard, der sich in seinem Herrensessel räkelt und der auch noch andere Quellen in Bücherform um sich herumliegen hat.
Germanische Götter- und Heldensagen aus der Edda, Wolfram von Eschenbach mit seinen Minneliedern und Dichtungen, das Werk „Parzival“ selbst sowie Heines „Memoiren des Herren von Schnabelewobski“, aus dem ja unter anderem die Anregung zum „Fliegenden Holländer“ stammt.
Vielleicht sorgte ja auch die richtige Weinsorte für so manchen Gedanken oder eine Verbindung? Der Kopf von Liszt, hier als Bücherbeschwerer und Kerzenständer missbraucht, schaut jedenfalls ziemlich skeptisch auf die Szene drein.


Format wählbar: 30x40cm oder 50x70cm

GHT Motiv 42



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