Green Hill Toons Motiv 28

Beschreibung:

AM STILLEN HERD…

Motiv Nr. 28

...sitzt Junggeselle Junker Stolzing im Kaminzimmer seiner Burg und ist vertieft in das Buch, welches von seinem Ahn vermacht wurde.

Die Situation stammt aus der Erzählung Stolzings im ersten Aufzug der „Meistersinger“, als er erklären soll, von wem er wohl die Kunst des Singens erlernt habe. Es ist zudem eine meiner musikalischen Lieblingsstellen aus der Oper. Hier natürlich in einer Version, wie ich sie mir vorstellen könnte.

Da die Junggesellenburg in (Ober-) Franken liegt, erkennt man viele „frängische“ Symbole (das Wappen mit dem fränkischen Rechen), die Beschriftungen sind vorzugsweise in Mundart geschrieben.

Junker Stolzing sitzt entspannt in einem Lehnstuhl und liest in dem Buch, welches ihm ein Ahn vermacht hat. Da er angibt, dass das Buch Zeilen von Walther von der Vogelweide enthält, habe ich für den Titel das Motiv aus der Manessischen Handschrift gewählt, was den mittelalterlichen Minnesänger zeigt.
Zu Füßen des Helden befindet sich ein Creußener Apostelkrug, eine Hommage an die Krügestadt, in welcher ich für ein paar Jahre zuhause war. Auch andere Accessoires aus der fränkischen Heimat sind hier zu sehen, wie etwa der „Nürnberger Trichter“ und „lebende Kuchen“ (also: Lebkuchen) aus Nürnberg. Da der Junker ja vor hat, die heimische Burg zu verlassen um in der fränkischen Metropole zu wohnen, muss er sich ja mit typischen Dingen dort beschäftigen. Weiterhin erkennt man einen „Gruß aus der Teufelshöhle, einen echten fränkischen „Nachdbodschamber“ (Nachttopf), ein original „Marmaladnamala“ (Marmeladen-Eimer), ein Mittel „geecher Bebbn“ (Lippenherpes) und leckeren Spargelschnaps.
Vorne links eine Versteinerung einer millionen Jahre alten Schnecke, wie es sie oft im Juragestein in der Fränkischen Schweiz zu finden sind.
Der Teil der Burg von Junker Stolzing, welchen man in dem Fensterausschnitt erkennen kann, ist der Burg Gößweinstein nachempfunden. Durch das erwähnte offene Fenster erkennt man die zum Text passende Jahreszeit; – es schneit. Zudem kommt noch ein Schneeball durch das Fenster geflogen.
Links vom Kamin befindet sich ein kleiner Stapel (bayerisches) Feuerholz. Eine fränkische Axt steckt darin. Ein kleiner patriotischer Hinweis eines bekennenden Franken.
Gleich darüber erkennt man den in jeder mittelalterlichen fränkischen Burg vorgeschriebenen Feuerlöscher, der hier mit Wiesentwasser befüllt ist. Als Beweis: es befindet sich auch ein kleines Kanu darin.
Die Ahnengalerie darüber, läßt erkennen, von wem Stolzing das Buch her hat, wie im Liedertext beschrieben.

Am Kamin selbst erkennt man das blau-weiße Zeichen für Denkmalschutz. Der Junggeselle kocht hier wohl gerade Wasser, um schmutzige Socken zu waschen. eine Fledermaus flieht, leicht angesengt, aus dem heißen Ort.
Neben dem Kater, einem Hund, einen Wellensittich, diversen Insekten und kleinen Nagern hält man sich auch einen original Malteser Falken auf der Burg. Dieser ist mit einer Blindenbinde versehen, da er ja im „Ruhezustand“ eine Kopfhaube trägt.

An der Wand, hinter dem Lesenden, befindet sich ein Mitbringsel für Eva: ein Keuschheitsgürtel. Von der Decke hängt en fränkisches Grundnahrungsmittel „Graacherds“ (Geräuchertes). Die Rüstung im Hintergrund wird wohl als Aschenbecher mißbraucht.
Der Bücherstapel neben Stolzing stammt vermutlich größtenteils aus einer fränkischen Bibliothek. Von oben nach unten finden sich hier folgende Titel:

  1. – „Winternacht und Waldespracht – Dichtersanges Wundermacht“, entliehen aus dem Text der „Meistersinger“;
  2. – „Die weiße Frau und andere Horrorstories von Stefan König“, wohl ein Vorfahre von Stephen King, der sich mit dem Hausgeist der Hohenzollern beschäftigte
  3. – „Ein Festspielhaus in Oberfranken“ war damals noch echt Science Fiction, sogar die Thematik „Suche Karte“ war hier bereits erwähnt
  4. – „Des hadde D“ beschäftigt sich mit einer typischen fränkischen Weise der Aussprache
  5. – „A richdiger Lumbers“, – aus diesem Ratgeber holten sich wohl Junggesellen Rat
  6. – „Frängische Glees“, – ein Kochbuch über ein weiteres Grundnahrungsmittel der Franken (Klöße)
  7. – „Katzenelend im Mittelalter“ – (hierzu findet sich weiter unten eine Erklärung)
  8. – „Fränkischer Burg-Almanach“ – obligatorisch für Burgherren in Franken
  9. – „Buch der artgen Dresdner Stollen“ – eine Variation über das Thema „Stollen“ (Musikalisch? Lukullisch?)
  10. – „Junkers Ju“ – hier erfährt der Junker alles über ein bekanntes (deutsches) Transportflugzeug im 2. Weltkrieg
  11. – „Maadlasgoggerer – verradzd & vernogld“ – wohl ein weiteres Buch für Junggesellen, um den aktuellen Zustand zu verändern

Ein original echter „Muggnbadscher“ (Fliegenklatsche) nebst erlegten „Muggn“ ist am Stapel angelehnt. Eine Einladung zum (traditionellen) Kürbisfest in Muggndorf liegt ebenfalls daneben. Das Fest gibt es dort wirklich im Herbst, ebenfalls wie die unterzeichnete „Vroni“ (mir persönlich bekannt, eine besonders liebenswerte Eingeborene aus demselbigen Muggendorf). Eine frische „Gaasmilich“ (Ziegenmilch) in einem Krug und ein Rückenkratzer vervollständigen den Ausschnitt.

Leider ist während der Arbeit an diesem Motiv mein treuer Kater „Trixi“ nach 17 Jahre verstorben. Aus diesem Grund habe ich ihn schlafend vor dem Kamin dargestellt. Auf dem Deckchen erkennt man das betreffende Datum. Daneben befindet sich ein Buch von „Nikolaus von der Katzenweide“, ein nur wenig bekannter Minnesänger.
Unter dem beschriebenen Buch lugt ein weiteres hervor. Man kann die ersten Zeilen der Nibelungensage lesen.


Format wählbar: 30x40cm oder 50x70cm

GHT Motiv 28



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